6. Jim Boykin

Teil 6 unserer OMReport Interview-Reihe – Diesmal zu Gast: Jim Boykin, Betreiber von Internet Marketing Ninjas (ehemals webuildpages.com). In dieser Funktion erwarb er über die Jahre auch andere namhafte SEO-Portale wie developershed.com, seochat.com, cre8asiteforums.com, webmasterworld.com und threadwatch.org. Jim ist seit 1999 im Online Marketing tätig und als Sprecher auf vielen Konferenzen unterwegs. Zudem betreibt er ein paar interessante Herrangehensweisen zum Thema Linkbuilding:

Andre Alpar: Also, Hi Jim. Schön, dass Du da bist. Kannst Du Dich bitte kurz vorstellen, damit die Menschen in Europa, die Dich noch nicht kennen, jetzt kennenlernen?

Jim Boykin: Mein Name ist Jim Boykin. Ich betreibe ‚Internet Marketing Ninjas‘ oder internetmarketingninjas.com. Ich arbeite jetzt seit 14 Jahren in diesem Geschäft. Früher hießen wir webuildpages.com. Uns gehört auch developershed.com, was auch seochat.com, devshed.com und scripts.com miteinschließt. Zu uns gehören cre8asiteforums.com und webmasterworld.org, außerdem threadwatch.com und seoroi.com. Bei uns arbeiten Chris Boggs, Kris Jones, Ann Smarty, Joe Hall. Wen habe ich vergessen? Kim Krause Berg… Wir hatten ein wirklich verrücktes Jahr.

Andre Alpar: Es gibt noch immer ein Wachstum, sowohl in Sachen Personal als auch auf den unterschiedlichen Ebenen Ihr bereitet euch also auf etwas richtig Großes vor?

Jim Boykin: Wir denken immer groß.

Andre Alpar: Aber die Jahre davor waren relativ beständig, oder? Und jetzt ist so, als gäbe einen Schwung in der Entwicklung?

Jim Boykin: Nun, blicken wir auf unsere Geschichte: Im Jahr 2000 wuchsen wir langsam. Ich begann dann 2002 Leute einzustellen und 2008 hatten wir ungefähr 50 Mitarbeiter. 2008 strafte uns Google für das Kaufen von Links ab, also „Ihr solltet keine Links kaufen!“ (lacht). Wie soll ich es sagen? Wir mussten runter auf etwa 35 Angestellte und schließlich haben wir uns wieder aufgerappelt, an dem Kurs der letzten Jahre festgehalten und sind jetzt wieder von 35 bei über 100 Angestellten.

Andre Alpar: Von den Knien wieder nach oben?

Jim Boykin: Wieder hochgekommen und jetzt ist es wie „Ich gehe nicht mehr weg!“

Andre Alpar: Aber ihr habt keine weiteren Niederlassungen? Ihr seid wie ein großes Team in einem großen Büro?

Jim Boykin: Ja, wir sind alle in Clifton Park, New York, etwas nördlich von Albany, New York. Wir sind alle dort, ausgenommen, nun, wie soll ich sagen? Es gibt drei Kollegen, die nicht im Büro sind, die außerhalb arbeiten, aber jeder andere ist vor Ort.

Andre Alpar: Das bedeutet, dass die Kollegen, die viel Consulting machen, wie du selbst, viel fliegen und reisen, um die Kunden zu sehen?

Jim Boykin: Um die Kunden zu sehen, nein. Außer wir sehen sie auf Konferenzen.

Andre Alpar: Also die meisten der Kunden?

Jim Boykin: (…) über Telefon und E-Mail.

Andre Alpar: Ok, also ist es nicht nötig – sogar wenn es sich um große Kunden, große Marken handelt – einander öfter zu sehen?

Jim Boykin: Vielleicht ist es die Zeit nicht wert. Wir haben öfter Video-Konferenzen und ich nutze oft join.me für Screen-Sharing. Wie soll ich es sagen? Es gibt viel Kommunikation über das Telefon und wenn es nötig ist, auch Screen-Shares. Ich denke, ich habe nie die Notwendigkeit verspürt, dass ich tatsächlich dorthin muss. Das heißt nicht, dass wir das nie tun, aber eher selten. Ich meine, dann müssten wir an viele Orte reisen. Wir haben ein paar hundert Kunden und es wäre für uns schlicht nicht möglich, überall hin zu gehen.

Andre Alpar: Mit 100 Leuten seid ihr eine ziemlich große Agentur, wie teilst du sie ein? Sind sie nach Schwerpunkten gegliedert, etwa Ecommerce und Travel oder gibt es eine anderer Struktur, wie Content-Team, Tech-Team, Link-Team?

Jim Boykin: Ja, wir haben in diesem Sinne vier große Bereiche in unseren Räumen. In einem sitzen die Designer und die Programmierer. Es gibt dort zwei große Teams und natürlich auch die Leiter dieser Teams sowie deren Teamleiter und auf der anderen Seite haben wir das Link-Building-Team…

Andre Alpar: …welches nun offensichtlich keine Links mehr kauft.

Jim Boykin: Ja, richtig. In 2008 wurde mir klar „Du sollst keine Links kaufen.“ Ich bin immer etwas paranoid, dass mir irgendjemand zusieht. Eigentlich, wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich in irgendeiner Weise dankbar, denn eines Tages mussten wir völlig neue Wege des Link-Buildings entwickeln sowie neue Strategien und Longtail.

Andre Alpar: Sie halfen Dir also, auf die nächste Ebene zu gelangen?

Jim Boykin: Vor vier Jahren, ja. Ich habe es hinter mir gelassen. Wo die Leute heute von Penguin erwischt werden, denke ich, nun ja, momentan können wir die verrückten Sachen eben nicht mehr machen.

Andre Alpar: Aber glaubst Du, dass sie von Penguin erwischt werden, weil sie für die Links bezahlt haben oder wegen der Art der Links, die akquiriert wurden oder war es eher so, dass die exakte Übereinstimmung des Anchor-Textes den Ausschlag gegeben hat, dass sie gepenguined wurden? Im letzteren Falle ist es eine andere Sache, denke ich.

Jim Boykin: Letztlich, denke ich, wird man so oder so bezahlen. Entweder geht man direkt auf jemanden zu oder man ist… (Pause). Nahezu alles, was ich sehe, wie soll ich es sagen? So kann man es nicht erklären… Google sammelt nicht alles. Was sie aber sammeln, ist das Zeug, welches in Massen auftritt und gemapped werden kann. außerdem gibt es einige Signale, zum Beispiel ist eine Art von Link, der Dich von Penguin betroffen machen kann, der Forum-Link. Wenn sich also jemand in einem Forum anmeldet…

Andre Alpar: Profil-Links?

Jim Boykin: Ja. Sie treten an einem Tag bei, sie machen fünf Kommentare und das war der einzige Tag, an dem sie überhaupt Kommentare gesetzt haben. Und Kommentar Nr. 1 ist dann zu einem Thema und hatte einen Link zu einer Sache, Kommentar Nr. 2 ist das hier. Besonders wie … oder bei Sachen in denen es keine Unterhaltung seit einer langen Zeit mehr gab, wie etwa ein drei Jahre alter Thread, der plötzlich einen Link bekommt. Dort sind alle Arten von Signalen, die Google wahrnehmen kann und zu viele davon zeigen die große rote Flagge und mappen das Netzwerk – von diesen sind es wahrscheinlich sie, die von Penguin erwischt werden, von den Penguin-Updates. Wenn Du nach dem Bezahlen fragst, dann denke ich, dass diejenigen erwischt werden bzw. die eben solche Sachen machen, die abgebildet werden können oder sich in so einem Verbund befinden und diese ganzen schlechten Signale aussenden. Weißt Du, wie bekommt man Links, die natürlich sind? Es ist so, dass Du das SEO-Zeug nicht machen kannst. Du musst den echten Mist schreiben, um die echten Links zu bekommen, die natürlich sind und die nicht alle auf Seiten gehen, wo unnatürliche Phrasen sind.

Andre Alpar: Es scheint, dass man seit Jahren Shortcuts genutzt hat und nun sind die Shortcuts gar nicht mehr kurz.

Jim Boykin: Richtig. Ja, richtig.

Andre Alpar: Oder führen sie einfach nicht zum richtigen Ausgang?

Jim Boykin: Es ist zumindest in meiner Agentur so, dass Menschen zu uns kommen und sagen: „Wir wollen hoch gerankt werden.“ Und für gewöhnlich ist es, weißt Du, die kurze Phrase und du musst durch die lange Phrase durch. Nicht immer, aber, weißt Du, oft. Aber die Menschen wollen ranken und wenn sie ranken wollen, müssen sie Links bekommen. Wenn sie sie kaufen, wenn sie irgendwelche anderen Hebel in Bewegung setzen müssen, um diese zu bekommen. Ich denke, sie kaufen sie. Das ist nur natürlich.

Andre Alpar: Wie bezahlen euch eure Kunden? Für die Stunde, also die Zeit, die ihr gebraucht habt, um Links für sie zu akquirieren, wie etwa zu versuchen, Link-Building-Kampagnen zu erstellen, welche die Links generieren werden?

Jim Boykin: Ja, das ist…

Andre Alpar: Oder pro erfolgreichem Link, den ihr glücklicherweise bekommen habt?

Jim Boykin: Das ist interessant. Sie bezahlen uns per… Fangen wir mit dem Autor der Website an und dieser Autor der Website wird akademischen Content schreiben. Diesen akademischen Content werden wir versuchen an sehr vertrauensvolle Seiten zu promoten . Das Schreiben von Dritten Personen und diese akademischen Artikel versuchen nun akademische Links zu bekommen. Keine Blog Links, aber, du weißt…

Andre Alpar: Die echten akademischen Universitäts-Links.

Jim Boykin: …wie Organisationen, Nachrichten, Regierungsseiten und anderes sehr vertrauensvolles Zeug.

Andre Alpar: Ist es auch manchmal erfolgreich, sich auf lustigen Inhalt zu beziehen, der nahe an dem Thema des Kunden liegt?

Jim Boykin: Nun, der gleiche Autor wird auch den Blog schreiben.

Andre Alpar: Ok, ok.

Jim Boykin: Und der Blog ist aus der ersten Person geschrieben: „Ich bin heute Morgen aufgewacht“ etc. Und so wird das Folgende um diese Person herum aufgebaut. Es können auch lustige Geschichten sein oder möglicherweise auch irgendwann mal eine Infografik. Sie werden aber auch in der dritten Person schreiben und sie werden auch Accounts in sozialen Netzwerken haben, die mit dieser Person verbunden sind. Und auf diese Weise werden die Blogs und das dritte Person-Zeug über die sozialen Netzwerke promotet. Und sie werden auch die anderen Einflüsse und jeden in der Branche berücksichtigen und beginnen Verbindungen zu schaffen um ein Feedback durch diese zu bekommen. Das Zusammenspiel geht in diese Richtung, weil vieles, worauf Google sich zubewegt, mit eben diesem „Authorship“ zu tun hat. Also wir haben nun diesen Autor. Wenn man nun, sagen wir, andere Menschen gewinnen könnte, die auch schreiben…Also ein Teil von dem, was wir machen ist, einem Pädagogen zu schreiben und zu sagen: „Hey, Prof. Bob, wissen Sie, hier ist etwas, von dem wir glauben, Sie sollten es auf diese Seite verlinken, um den Menschen zu helfen.“

Und Prof. Bob sagt: „Hey, Sie haben recht! Guter Artikel!“
Und dann sagen wir: „Prof. Bob, wären Sie interessiert, für diese Marke zu schreiben?“

Ein Teil davon, was wir tun, ist es, Menschen mit Marken zu verbinden. Wenn wir also vertrauensvolle Leute finden, fragen wir sie, ob sie gewillt sind, zu schreiben und wenn dem so ist, sagen wir auch nur einmal im Monat oder einmal in der Woche, dann fügen wir sie zum Blog hinzu. Und wenn wir dann neue Sachen schreiben wird alles miteinbezogen. Also, wir suchen uns diese Vertrauensvoller-Autor-Sachen heraus, weil diese auch ein Profil auf der Seite haben werden und wir sammeln all diese echten Leute. Echtes Vertrauen, zugefügt zu unserer Seite, zu diesen Seiten, die nun echte, natürliche Backlinks anziehen können, sogar ohne Menschen fragen zu müssen.

Andre Alpar: Sicher, sie werden auf ihre Artikel verlinken, die sie auf der Seite eurer Kunden geschrieben haben, richtig?

Jim Boykin: Ja. Und sie werden es ihren sozialen Freunden erzählen und, weißt Du, wenn wir eine Handvoll Menschen bekommen, die jetzt für diese Seite zu schreiben beginnen, können wir diese Seite auch Google News verschicken. Jetzt kann man selbst die Nachrichtenquelle für die Industrie sein.

Andre Alpar: Sicher, aber Google News ist dieser Tage sehr streng, wenn es um das Hinzufügen neuer Quellen geht. Ich erinnere mich an die alten Zeiten, wenn ich ein halbes Dutzend dort drin hatte.

Jim BoykinJim Boykin: Richtig. Aber es geht, wenn Deine Schreiber echte Leute sind und hinter diesen echten Profilen stecken echte Leute und wenn Du etwa einen Hochschulprofessor und einen weiteren sehr vertrauenswürdigen Menschen und noch einen sehr vertrauenswürdigen Menschen hast, sowie eine Handvoll weiterer vertrauenswürdiger Leute. Wenn man es an Google News schickt, gibt es dort verschiedene Kategorien was für eine Art von Seite man ist. Das wird der Name sagen, welcher daneben ist und für viele von ihnen wird der Typ der Seite ein Blog sein. Aber ja, es ist sehr streng. Aber du kannst das echte Ding erstellen! Nochmal, es geht nicht darum, dass System zu betrügen. Die Zukunft liegt darin, dass sich alles auf die Autoren zubewegt und dass echte Leute mit Deiner Seite verbunden werden und das ist ein Teil davon, was wir für Leute tun können.
Für $5,000 pro Monat nun ja, wie rechnen wir ab? Nun, man bekommt einige Trusted Links, man bekommt einige Artikel, man beginnt diese und solche Sachen zu bekommen, man beginnt möglicherweise auch, einige andere ins Boot zu holen. Wir werden Accounts bei sozialen Netzwerken aufsetzen und wir werden den ersten Autoren aufbauen.

Andre Alpar: Wie wägst du das ab? Das ist organisatorisch nicht einfach. Ich meine, Du brauchst mehr und mehr Menschen, je größer die Anzahl der Kunden ist, weil es nur zusätzliche Arbeit ist, richtig? Es lässt sich nicht wie ein Software-Tool berechnen?

Jim Boykin: Es rechnet sich, denn erst starten wir mit der ersten Person. Ein Teil davon, was die erste Person tun wird, ist…

Andre Alpar: Ist es wie ein Auftrieb zu Beginn?

Jim Boykin: Sie werden nach anderen echten Personen suchen, die für Dich schreiben wollen.

Andre Alpar: Ok, also versucht ihr nur etwas einzuleiten, so eine Art initiale Aufbau-Phase?

Jim Boykin: Mehr Leute zu gewinnen, die für Dich schreiben wollen, kostet uns keine Zeit. Und um nun echte Leute zu finden, die für Dich schreiben: Ich muss keinen Content schreiben. Ich muss den Content nicht promoten. Sie werden den Content promoten. Ich promote nur die Marke.

Andre Alpar: Also ist es wie ein sich selbst-förderndes System?

Jim Boykin: Du wirst Ihnen ein T-Shirt verkaufen, Du wirst Ihnen eine Kamera schicken und sagen „Fang an ein paar Videos zu machen!“ wie „Du bist ein Vertreter der Marke!“ Und wir als Firma nicht. Wir sorgen nur für die Verbindung: Marke – echte Menschen.

Andre Alpar: Das ist eine ziemlich einzigartige Vorgehensweise, oder? Ist das sozusagen Deine Erfindung und machen andere es auch auf diese Weise?

Jim Boykin: Ich kenne niemanden, der so etwas tut.

Andre Alpar: Ok, es ist also ziemlich einzigartig. Ich mag die Vorgehensweise wirklich. Ich denke, dass es tatsächlich das ist, was Google glücklich machen würde, oder? Ich meine, das ist genau, was sie wollen. Und Du hast einfach einen Service daraus gemacht.

Jim Boykin: Ich binde echte Menschen an unsere Marken und sie schreiben einen Blogpost pro Monat. Es müssen keine Links platziert werden. Das ist die ganze Sache. Man kommt aus dem System heraus. Man kann auch seinen Schreibern sagen: Hier sind eine Menge Themen. Und man kann es auch durch die Keyword-Analyse laufen lassen und die Phrasen herausfinden, die nicht zur Marke gehören, aber informativ sind. Man hilft, die Tag Line zu machen, etwa „101 bla bla bla“. Wir geben unseren Schreibern auch eine Liste wie „Hier sind mögliche Themen zum Schreiben.“ Und sie nehmen es wie „Oh, toll. Das sieht gut aus.“ Und es ist so, als hätte man bereits den Title erstellt. Nach der Keyword-Analyse wurde schon der Title angefertigt. Diese Dinge ranken auch. Und wenn sie ranken, werden sie gefunden. Und wenn sie gefunden werden, bekommen sie Backlinks und Mentions.

Andre Alpar: Also, wie reportest Du?

Jim Boykin: Man muss keine Links mehr bauen! Man ist fertig! Und weißt Du was? Das ist so White-Hat wie…verdammt! Ja, ich verbinde echte Menschen mit den Marken.

Andre Alpar: Wie machst Du das Reporting, wenn eine normale Agentur, wie – Ich weiß nicht – die Arbeitsstunden, die geleistet wurden, die Links, die akquiriert wurden abrechnet oder wie würdest du reporten? Etwa die Anzahl der Artikel, die veröffentlicht wurden oder der Outreach, der erreicht wurde?

Jim Boykin: Sie sehen die Artikel, weil sie alles sehen können, was wir veröffentlich haben. Sie sehen all die Backlinks, die alle Seiten bekommen haben. Und, weißt Du, da ist nichts bezahlt – ehrlich. Es gibt kein Netzwerk, es ist nicht wie „Hey, lasst uns das Rollerdex herausholen.“ Es geht wörtlich um Leute anzuschreiben und das ist minimal. Und sie sehen all die geschriebenen Artikel, sie sehen all die sozialen Statistiken über jeden in den Artikeln. Weißt Du, wir haben mit einem umfassenden Report für die Kunden begonnen. Für die meisten der Kunden machen wir große Reports, Analysen…

Andre Alpar: Wie zum Beispiel? Was kann auf dieser Seite besser gemacht werden? Wie eine Onpage-Analyse oder so etwas?

Jim Boykin: Wir analysieren onpage, backlinks, das Soziale, das Technische, jeden Aspekt. Die einzelnen Teams analysieren diese Bereiche. Grundlegend sind die Reports auf diese Weise gemacht: Hier ist ein Problem, hier ein Link dazu, hier ist ein Screenshot dazu und hier ist die Lösung des Problems und dort steht genau, was du zu tun hast. Und die anderen sind am Ende der Prioritäten aufgelistet unter allem und es ist so, dass man es einfach jemandem geben kann, wie…

Andre Alpar: Tu das! Jetzt!

Jim Boykin: Ja. Du kannst das zu deinen Programmieren geben und sie verstehen das. Du kannst es zu deinen Designern geben und sie verstehen das. Du kannst all diese Sachen machen. Es ist wie, alles, was sie mit ihren Ressourcen machen können – legt los und macht! Es ist alles hilfreich und alles, was sie nicht tun können, nun ja, wir haben ein Programmierteam, wir haben ein Design-Team, wir haben ein Social-Team, wir haben ein Tech-Team, natürlich haben wir das Link-Team, ein Content-Team und alles, was sie nicht können, können wir genauso. Ich meine, wir schauen uns alles an. Viel Zeit wird für diesen Report veranschlagt. Wir mögen auch sagen „Nun, hier sind ein paar andere Sachen, die, wenn du sie nicht machen kannst, wir können das für Dich machen, es kostet diese Menge, jeden Monat. Wir können dies und das machen.

Andre Alpar: Also zusätzliche Dienstleistungen?

Jim Boykin: Genau. So ist es nicht nur die komplette Autor-Sache, die ich erklärt habe.

Andre Alpar: Ist es wie ein einigermaßen standardisierter Anfang und danach entfaltet es sich in unterschiedliche Dinge?

Jim Boykin: Hier sind 30 Ideen für Infografiken, hier sind 20 für Widgets hier sind all diese anderen Dinge bla bla bla. Aber es ist eine ganze Menge von anderem Zeug hier drin. Ganz cooles Zeug.

Andre Alpar: Als Du Deine Präsentation heute gehalten hast, hatte ich das Gefühl, dass dort eher ein Entertainer auf der Bühne steht, als jemand, der Informationen vermittelt. Ist das ein spezieller Modus, den Du hast, wenn Du eine Präsentation machst oder ist das eher die Stimmung des Augenblickes.

Jim Boykin: Ich habe 80 Prozent der Präsentation gestern zusammengestellt. Ich weiß es nicht – einfach aus dem Ärmel. Ich habe Zeug umgestellt und alles war … Also jedes Mal, wenn ich die Leertaste drückte, war ich gar nicht sicher, welche Folie als nächstes erscheint. Es war also für mich auch eine Überraschung.

Andre Alpar: Kennst Du das Power-Point-Karaoke-Konzept?
Kennst Du das?

Jim Boykin: Nein.

Andre Alpar: Dabei treffen sich Leute mit verschiedenen Power-Point-Dateien mit vielen unterschiedlichen Themen und dann geht jede Person auf die Bühne und muss eine Präsentation halten, die er noch nie vorher gesehen hat. Also eigentlich institutionalisieren sie, was Du heute gemacht hast. Sie machen es über ein Thema, was sie eigentlich gar nicht verstehen. Sie halten einfach einen Vortrag und im Anschluss beschließen sie, wer die Präsentation gehalten hat. Also ist es Power-Point-Karaoke. Man singt mit aber…

Jim Boykin: Es ist verdammt cool.

Andre Alpar: Also vielleicht ist das etwas, was Du in Deiner Firma trainieren solltest, dann wird jeder in der Lage sein, dass zu tun, was Du heute gemacht hast.

Jim Boykin: Ich habe einige lustige Anekdoten, aber, weißt Du, ich mache die Präsentationen selbst und das ist der Grund, warum sie so aussehen, wie soll ich’s sagen, Ich nutze noch immer Power-Point und ich sehe all die Neueren und denke „Ja, ich mache sie selbst und ich versuche jedes Mal eine andere zu halten.“ Also für gewöhnlich endet es am Tag vorher mit „Oh Mist, ich muss eine Präsentation halten“, aber wenigstens ist es jedes Mal eine unterschiedliche. Ich habe schon so viele Menschen gesehen, wo es so ist, dass ich sie alle paar Monate sehe und denke „Ich habe diese Präsentation schon gesehen.“

Andre Alpar: Also, wie viele Trade Shows machst du pro Jahr?

Jim Boykin: So etwa eine pro Monat.

Andre Alpar: Eine pro Monat, ok, das ist nicht zu viel.

Jim Boykin: Das ist ein Teil meines Traumes mit dem Business: Die erste Show auf der ich war, war in 2002 und ich gewann das Ticket und ich erinnere mich, dass ich bei dieser Show auf die Bühne blickte, es war ‚Search Engine Strategies 2008‘, und dachte „Wow, wenn ich eines Tages ein Speaker werden kann, dann wäre das meine Entschuldigung durch das Land, die Welt oder was auch immer zu reisen…“

Andre Alpar: Reist du wirklich? Ich meine, nimmst du wirklich einen zusätzlichen Tag frei und an einem Konferenzort, um herumzuspazieren oder Leute zu treffen?

Jim Boykin: Fast immer gehe ich für 3 oder 4 Tage zu einer Konferenz und danach besuche ich direkt im Anschluss einen Nationalpark für zwei, drei oder vier Tage.

Andre Alpar: Also ist es immer ein bisschen Arbeit und Urlaub?

Jim Boykin: Ich arbeite auf beiden Seiten. Ich mache die Arbeit, dann mache ich den Urlaub.

Andre Alpar: Kling gut.

Jim Boykin: Diese hier ist in New York, wo ich es tatsächlich nicht mache. Es ist wie mein Garten, ich bin mit dem Zug hergekommen.

Andre Alpar: Vielen Dank für Deine Zeit, Jim.

Jim Boykin: Vielen Dank.

iTunes_DE

Bisher in dieser Interview-Reihe erschienen:

  1. Simon Heseltine (AOL)
  2. Chris Boggs (SEMPO)
  3. Adam Audette (RKG)
  4. Matt Bailey (SiteLogic)
  5. Bas van den Beld (State of Search)

«

»

Dieser Artikel wurde 4129 Mal gelesen.

Kommentare (1)

  1. Pingback: OMReport Interview mit Ade Oshineye - AKM3

Hinterlasse Deinen Kommentar

PerformicsAKM3 ist bekannt aus:
Werde PerformicsAKM3 Fan auf Facebook & Twitter