AKM3 auf dem WP Camp Berlin 2012

Wordpress Camp Logo

Am Samstag, dem 13.Oktober 2012, fand in Berlin das WP Camp in der Beuth Hochschule für Technik statt. Die Veranstaltung sah sich als inoffizieller Ersatz für das Wordcamp, welches in diesem Jahr nicht stattfand, und drehte sich rund um das beliebte CMS WordPress. Die gelungene Mischung aus BarCamp und Konferenz lockte vor allem Blogger, Designer, Entwickler und andere Webworker an. Natürlich drehte sich thematisch alles um das CMS WordPress, Themes, Plugins, Entwicklung, Nutzung, Sicherheit und auch um die mobile Darstellung von WP. Insgesamt wurden 18 Vorträge angeboten, plus einige Spontan-Sessions. Die AKM3 ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen, selbst als Speaker aufzutreten.

WordPress SEO für Einsteiger

Magdalena Mues, Stephan Cifka von AKM3

Ziel unseres Vortrages war es, WordPress-Nutzern einen Einstieg zu liefern, wie man die Auffindbarkeit ihrer Websites bzw. Blogs erleichtern kann und somit bessere Rankings erzielt um letztlich mehr Leser für seinen Blog zu gewinnen. Dabei sollten nur Aspekte vorgestellt werden, die auch leicht in WordPress umsetzbar sind.
Gegliedert war der Vortrag in technische und inhaltliche Maßnahmen des On- und Offpage SEOs.

Basic-Tipps:

• Crawling ermöglichen: bei manchen WordPress Themes muss man die Seite explizit für Suchmaschinen freigeben
• Sprechende URLs mit %postname% anstelle von Datum und Parametern
• Guter und aufbereiteter Content
• Flache Seitenstruktur mit leichter Erreichbarkeit von Unterseiten
• Interne Verlinkung von besonders wichtigen Inhalten
• Logo nicht als H1 definieren sondern den Post- bzw. Page-Titel.

Plugin-Tipps:

WordPress SEO von Joost de Valk
WP SEO von Sergej Müller (kostenpflichtig)
Redirection (für 301 Weiterleitung ohne in der .htaccess zu schreiben)
SEO friendly Images, für automatisierte ALT- und Title Bezeichnungen
Broken Link Checker, um tote ausgehende Links aufzuspüren
SEO slugs (streicht automatisch Stoppwörter aus der URL)
SEO Smart Links (eher nicht für Anfänger)

Insgesamt war der Vortrag sehr diskussionsreich, da das Publikum trotz des Titels „WordPress SEO für Einsteiger“ doch sehr gemischt war. Was den Bloggern, die einfach nur schreiben wollen, zu technisch war, war dem SEO Profi zu basic, was dazu führte, dass eine angeregte Diskussion zustande kam. Für das Thema war die Diskussion aber sehr förderlich, denn auch das Publikum konnte gute Tipps beisteuern, wie z.B. zur YouTube Optimierung:

• Keywords im Titel des Kanals: Also besser „Tutorials zur Plugin-Programmierung mit Uwe“ als „Uwes Tutorial Stream“
• Das gleiche gilt für einzelne Video-Titel (also nicht Folge 1, Folge 2, Folge 3 usw.)
• Fantasie-Keywords einbeziehen, damit weitere Folgen des Streams immer in „Weitere interessante Videos“ angezeigt werden

Timetable WordPress CampNeben unserem eigenen Vortrag gab es natürlich noch andere interessante Vorträge zu hören, von denen einige nun hier kurz zusammengefasst werden sollen:

Plugin- und Themeentwicklung leicht gemacht

Thomas Herzog von inspyde GmbH

Pluginentwicklung WordPress Camp SessionIn dieser Session wurde ein Tool vorgestellt, das die Entwicklung von WordPress Plugins sehr erleichtert. Da die Agentur Inpsyde, welche ja hinter WordPress Deutschland steckt, oft schnell auf Kundenwünsche reagieren muss, haben sie ein Tool entwickelt, was einen Teil des Codes nach bestimmten Voreinstellungen vorprogrammiert. Damit erspart man sich eine Menge Kopierarbeit und kann auch einen einheitlichen Programmierstil eher durchsetzen. Trotz einigen Bugs in der Beta-Version gab es sogar eine Live-Demonstration des „Plugin Creators“. Das Tool soll nächstes Jahr als Webservice angeboten werden.
Insgesamt war die Session wirklich spannend, aber wer sich unter dem Titel „Plugin- und Themeentwicklung“ Inspiration für eigene Themes und Plugins erwartet hatte, wurde ein bisschen enttäuscht.

WordPress absichern

Torsten Landsiedel

Wordpress SicherheitDa WordPress über die Jahre immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat, ist das Blog CMS ein sehr begehrtes Ziel von Hacker-Attacken. In der Session WordPress absichern, konnte man einige wichtige Tipps in Erfahrung bringen, wie man sich vor gezielten Hacker-Angriffen schützt.
Zuerst wurde die Frage erörtert, warum Hacker überhaupt ein Interesse daran haben WordPress zu hacken. Auch kleine Blogseiten sind häufig Ziel von Angriffen – aus folgenden Gründen:

• Hosting für Phishing
• Spam-Versand
• Vandalismus
• Link Farming
• Viren, Malware
• Integration von Werbung

Häufige Ursachen warum WP gehackt wird, sind veraltete WP-Installationen und Ausnutzung der entsprechenden Sicherheitslücken, außerdem WP-Themes und Sicherheitslücken in Plugins. Nichtaktive Themes und Plugins sollten immer gelöscht werden, da sie auch in inaktivem Zustand Angriffsfläche für Hacker bieten können. Außerdem sollten man Plugins und Themes nur aus vertrauenswürdigen Quellen einbinden. (Dieser Ratschlag wurde auch in der Session „Verwaltung und Einbindung von Anzeigewerbung“ von Thomas Maier gegeben. Er gibt den Hinweis, in Foren Informationen zum Autor und dem Plugin selbst in Erfahrung zu bringen.)

Um die Sicherheit zu erhöhen sollten Zugriffe auf Ordner per .htaccess eingeschränkt, der Sicherheitsschlüssel in der wp-config.php gesetzt und anstelle einer unverschlüsselten FTP-Verbindung besser die verschlüsselte Variante gewählt werden. Nicht nur für WordPress wichtig sondern allgemeingültig: „Sichere“ Passwörter verwenden!

Unter der Überschrift „Sicherheit durch Verschleierung“ wurden weitere Maßnahmen vorgestellt. Durch Vermeidung von Mustern wird die Sicherheit erhöht. Hacker nutzen häufig Muster im WP-System um das System anzugreifen. Hier einige Beispiele, welche Muster vermieden werden können:
Bei jeder Installation, sollte ein Tabellen Präfix geändert werden. Die wp-config.php kann in einen übergeordneten Ordner verschoben werden. (Aus dem Publikum kam an der Stelle der Hinweis, dass das mit Plugins zum Beispiel „Backup-Plugins“ kollidieren könnte.) Wichtig ist außerdem, den Standardnutzer „admin“ und die Standard UserID=“1“ umzuändern. Des Weiteren sollte das Ausführen von PHP-Code im Upload-Folder verhindert werden und die WordPress Versionsnummer, welche im Quellcode angezeigt wird, entfernt werden.

Dank

Vielen Dank für die gute Organisation durch das WP Meetup Potsdam (www.wpmeetup-potsdam.de). Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Sponsoren. Es gab leckeres Essen und jeder Teilnehmer hat wieder ein neues Shirt in seiner T-Shirt Sammlung.

Fotos kann man hier anschauen und weitere Infos findet man leicht unter dem Hashtag #wpc12.

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Bild: Image via Flickr – WP-Camp 2012 by Mark Max Henckel. Bestimmte Rechte vorbehalten


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